11 verheerende Fehler von Schiedsrichtern im Fußball

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Professionelle Fußballspiele sind seit jeher von großer Brisanz und hinreißendem Spektakel geprägt. Die Fehler der Spieler beeinflussen manchmal das Ergebnis. Der Fehler der Schiedsrichter ändert jedoch immer das Ergebnis. Manchmal verliert man den Pokal mit einem Tor, das nicht zählt – manchmal geht man mit einem Tor, das nicht gezählt werden sollte, zur WM. Manche Fehler bringen Meisterschaften, manche Fehler beenden Trainerlaufbahnen, bevor sie beginnt.

Auf sie kann man im Fußball leider nicht verzichten: Fehlentscheidungen! Manchmal machen fehlerhafte Entscheidungen Niederlagen unerträglich. Besonders dramatisch wird es jedoch, wenn besonders wichtige Spiele auf diese Weise abgewickelt werden oder der Fehler so offensichtlich ist, dass man meint, alle außer dem Schiedsrichter hätten die falsche Entscheidung bemerkt. Wir haben die fatalsten und unglücklichsten Entscheidungen für Sie aufgelistet.

1. Henrys Handball Gegen Irland

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Thierry Daniel Henry, mit vollem Namen, wurde am 17. August 1977 in Les Ulis, einer Kleinstadt in der Nähe von Paris, geboren. Henry, der seine Kindheit in einem Armenviertel mit seinem Vater Antoine und seiner Mutter Marylese verbrachte, begann mit der großen Unterstützung seines Vaters mit dem Sport. Frankreich gewann das erste Playoff-Spiel bei der WM 2010 mit 1:0, doch im Rückspiel im Stade de France hatten die Franzosen große Probleme mit den tapferen Iren.

Mit einem Tor von Robbie Keane erreichten sie die Verlängerung. Der nicht zu übersehende Handball von Thierry Henry machte den irischen Träumen von einer Weltmeisterschaft ein Ende. Denn das Schiedsrichterteam gehörte zu den wenigen, die Handball übersahen. Alle Proteste halfen nicht, Frankreich ging zur WM 2010.

2. Schwalbenkönig Andreas Möller

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Möller spielte während seiner gesamten Vereinskarriere für Eintracht Frankfurt (1985-87, 1990-92, 2003-04), Borussia Dortmund (1988-90, 1994-2000), Juventus (1992-94) und Schalke 04 (2000-03). 1993 gewann er mit Juventus Turin den UEFA-Pokal und trug mit einem Tor gegen Borussia Dortmund zum 6:1-Gesamtergebnis bei. 1997 gewann er mit Dortmund die UEFA Champions League und besiegte im Finale seine ehemalige Mannschaft Juventus Turin mit 3:1.

13.04.1995 – Der BVB verliert mit 1:0 gegen KSK. Doch in der 75. Minute nimmt Andreas Möller Mut, spielt zwei Gegenspieler aus, nimmt den Ball im gegnerischen Strafraum auf – und fällt. Sein etwa einen Meter von Möller entfernter Gegner, der zu Boden fällt, kann es nicht fassen, als der Linienrichter mit dem Finger Elfmeter zeigt. Das Spiel endet 2:1 für den BVB und ein echter Skandal beginnt.

3. Wembley-Tor

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In der 101. Minute traf der Brite Hurst den Ball an die Latte. Nach kurzem Zögern eilte der sowjetische Lineman Tevfik Behramov ins Mittelfeld und deutete zwischen den verwirrten Blicken des deutschen Torhüters Tilkowski und der deutschen Fußballer auf das Tor. Dies ist wahrscheinlich die am meisten diskutierte Entscheidung in der Geschichte des Fußballs.

Jeff Hirsts Tor im WM-Finale 1966 ermöglichte den Briten den einzigen Meistertitel in ihrer Geschichte. Als er in der 101. Minute den deutschen Torhüter Hans-Tilkowski besiegte und der Schweizer Schiedsrichter nach Rücksprache mit seinem Assistenten das Tor aufgab, waren die Träume des Deutschen vom Weltmeistertitel zerplatzt. In der Folge gewann England 4:2 in der Verlängerung.

4. HSV Schied Aus Im Verschobenen Spiel 2004/05

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Als der Schiedsrichter in der ersten Runde des DFB-Pokals 2004/05 verschiedene kuriose Entscheidungen zugunsten des SC Paderborn traf, wussten die Spieler und Fans des Hamburger SV nicht genau, woran ihre Niederlage genau lag.

Sollten sie sich selbst die Schuld für die Fehlleistung geben oder doch eher den Blick auf den Schiedsrichter richten – ein Schiedsrichter, der ganz offensichtlich aus Sicht der Hamburger wohl alles war, nur nicht unparteiisch.

Der Schuldige in Person von Schiedsrichter Robert Heuser war schnell identifiziert, glaubte aber damals aufrichtig, dass diese Entscheidungen nicht zufällig, sondern bewusst getroffen wurden. Dies löste 2005 einen großen Fußballwetten-Skandal aus, woraufhin Robert Heuser zu 2 Jahren und 5 Monaten Gefängnis verurteilt wurde.

5. WM 2002: Spanien – Südkorea

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Eines der spektakulärsten Fehlentscheidungen der Fußballgeschichte soll nun im weiteren Beispiel folgen. Die WM 2002 war für das Gastgeberland Südkorea äußerst erfolgreich. Erst im Halbfinale endete es für die Koreaner – gegen die deutsche Auswahl. Dass die Heim-WM nicht früher zu Ende ging, mussten die Südkoreaner den Schiedsrichtern verdanken, der durch diese Entscheidungen den Koreaner einen Traum wahr werden lies.

Im Viertelfinale gegen Spanien blieben Raul, Morientes und Co. zwei Tore verwehrt, da der Ball aus dem Tor musste, bevor er in den Strafraum ging. Das Fernsehen sprach eine andere Sprache, und Südkorea besiegte die Spanier mit 5:3 im Elfmeterschießen.

6. Rache Für Wembley

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Bei der WM 2010 zeigte die DFB-Elf eine nie dagewesene Art des Fußballspiels. Waren es in den Jahren zuvor stets körperliche, eher unschöne Spielweisen, sollte sich dies bei der WM 2010 um 180 Grad wenden. Die deutsche Mannschaft trickste, kombinierte und schlug seine Gegner mit großer Raffinesse und Spielwitz. Ein unglaubliches Spiel was sie da an dem Tag hinlegten.

Ja, die Nationalelf überzeugte mit spektakulären Angriffsfußball. England war auch unter 4-1 Rädern. Das Spiel hätte jedoch ganz anders verlaufen können, wenn der Schiedsrichter das 2:2-Tor von Frank Lampard als solchen erkannt hätte. Es war also die Revanche der Deutschen für das Wembley-Tor.

7. Grossos Fuller vs. Australien Bei Der WM 2006

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Es ist bekannt, dass die Italiener die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland gewonnen haben. Ihr Weg zum Titel wurde im Achtelfinale durch eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters erleichtert. Denn in der Nachspielzeit des Italien-Australien-Spiels erschreckt Deutschland Fabio Grosso, der von links in den Strafraum schießt.

Sein australischer Gegner fällt früh aus, um eine Überholung zu verhindern. Fabio Grosso geht unbeholfen auf seinen Gegner zu und hat die Chance, für diesen absichtlichen Sturz eine Strafe zu erhalten. Totti schließt eiskalt ab und Italien kann endlich den WM-Pokal in den Berliner Nachthimmel heben unglaublich wie unfair Fußball sein kann. Denn diese Fehlentscheidungen können Trauer und schlechte Stimmung hervorbringen und dass soll ja nicht der Sinn sein.

8. Harald Schuhmachers Harte Landung Bei Nacht In Sevilla

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Eigentlich hätte Harald Schuchmacher nicht mehr spielen dürfen, als er im Elfmeterschießen zwei französische Elfmeter retten konnte. Er wurde ein berühmter, aber auch umstrittener Held des WM-Halbfinales zwischen Deutschland und Frankreich, das als „Nacht von Sevilla“ in die Geschichte einging.

Wie der deutsche Keeper wegen eines groben Fouls an Patrick Battiston nicht vom Platz geschickt wurde, wusste nur der Schiedsrichter. Der Franzose wurde von Harald Schuchmacher brutal niedergeschossen, sprang in Kopfhöhe in Battiston – das Gesäß nach vorn. Er brach sich die Halswirbel und erlitt außerdem eine Gehirnerschütterung. Dieses Einsteigen sollte mehr als Nur eine Rote Karte sein, denn so einstieg ist nicht nur schmerzhaft für den Getroffenen, sondern auch lebensgefährlich.

9. Das Phantomtor Von Stefan Kießling

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Er spielte als Stürmer für Bayer 04 Leverkusen. Seine ersten Länderspielerfahrungen sammelte er mit Deutschland am 28. Mai 2007 gegen Dänemark. Zudem war er nach Luca Toni und Pavel Pogrebnyak im UEFA-Pokal 2007-08 mit 7 Toren der 3. Torschützenkönig. Die TSG Hoffenheim trifft am 18. Oktober 2013 auf Bayer 04 Leverkusen.

Beim Kopfball von Stefan Kießling in Richtung Hoffenheim stand es 0:1 für die Werkself. Der Ball traf jedoch das Tor der Kraichgauer, ohne auch nur die Torlinie zu überqueren. Es ist gerade durch ein kleines Loch im externen Netz gerutscht. Das Schiedsrichterteam bemerkte es nicht – so erzielte der Stürmer ein geisterhaftes Tor.

10. Gottes Hand

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Diego Maradona sagte auf die Frage, ob er das Tor erzielt habe, das bei der WM 1986 in die Fußballgeschichte einging, „es war Gottes Hand“. Der Argentinier erinnerte an den Krieg mit England vor 4 Jahren und sagte, das Tor sei eine symbolische Rache. Hier ist die Geschichte von der ‚Hand Gottes‘.

Dass Maradona im Halbfinale der WM 1986 gegen England eines der schönsten Tore der Fußballgeschichte erzielte, war nach dem 1:0 des argentinischen Stars mit seiner Hand eine Nebensache. Argentinien zog ins WM-Finale ein und feierte mit einem 3:2-Sieg gegen Deutschland seinen zweiten WM-Triumph.

11. Geistertor

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Watford – Reading – Das Match im England Championship endete 2:2. Der Schiedsrichter des Spiels, Stuart Attwell, entschied, dass der Ball in der 57. Minute des Spiels ins Tor gelangte, und niemand konnte diese Entscheidung verstehen – und Watford erwischte das Unentschieden.

Obwohl Reading sich an den Verband wandte, indem er eine Wiederholung des Spiels für die Position namens Geistertor beantragte, betrachtete der Verband die Situation als menschlichen Fehler und sah keine Notwendigkeit für eine Wiederholung, wie im Spielmaterial zu sehen ist.

Heutzutage gibt es den VAR check. Damit wird ein spielbesser kontrolliert damit ein Spiel fair ablaufen kann und diese schweren Fehlentscheidungen nicht mehr passieren können.